Sylvester

Silvestertradition Feuerwerk

Die “Knallerei” in der Silvesternacht hat ihren Ursprung in dem alten Aberglauben, mit möglichst viel
Lärm böse Geister fernhalten zu können. Früher wurden dazu Peitschen geschwungen, gesungen oder
getrommelt. Erst seit ca. 120 Jahren gibt es Feuerwerke für Privatpersonen, vorher konnte sich das
niemand leisten. Privates Feuerwerk ist also eine recht junge „Tradition“.

Mittlerweile werden jedes Jahr ca. 140.000.000 EURO (140 Mio.) für Feuerwerkskörper ausgegeben. 2/3 aller Feuerwerkskörper werden in China produziert, d.h. sie müssen aufwändig nach Deutschland transportiert werden. Die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Feuerwerksfabriken
seien gar nicht erwähnt.

Die zusätzliche Feinstaubbelastung nur(!) in der Silvesternacht durch Feuerwerke beträgt ca. 5.000 Tonnen (das entspricht in etwa einem Sechstel der Menge, die jährlich im Straßenverkehr anfällt). Unfälle und sogar Todesfälle passieren nicht selten. Letztes Jahr kamen in Brandenburg zwei Menschen ums Leben, allein in Berlin gab es 14 Schwerverletzte denen Körperteile abgerissen wurden oder in Folge von Verletzungen amputiert werden mussten, darunter befand sich auch ein Kind. Rettungsdienste und Feuerwehren haben in der Zeit um Silvester unzählige Einsätze. Der verbleibende Müll des Feuerwerks, der nicht durch die kommunalen Abfallbetriebe beseitigt werden kann (zahlen wir übrigens durch unsere Gebühren), wird häufig von Wildtieren mit Nahrung verwechselt und gefressen.

Alles in allem scheint es, dass sich die bösen Geister durch die massive Feuerwerkerei der Menschen
eher herausgefordert fühlen, statt Reißaus zu nehmen. Neben den Umweltbelastungen, die wir alle unmittelbar oder irgendwann später spüren, den enormen Kosten durch Personen- und Sachschäden, die wiederum von allen Beitragszahlern der Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit höheren Beiträgen und von jedem Steuerzahler zu bezahlen sind, leiden auch ältere BürgerInnen, Kinder sowie alle Wild- und viele Haustiere unter dem Lärm des Silvesterfeuerwerks.

In einem Video des Naturschutzbundes NABU kann man eine Kohlmeise im Nistkasten dabei beobachten, wie sie bei jedem Knall zusammenzuckt. Laut NABU berichten Ornithologen am 1. Januar regelmäßig von fluchtartig verlassenen Ruheplätzen und verstörten Vogelschwärmen. Die „AG Silvesterhunde“ (Quelle: Facebook) wertet jährlich die Daten der Tasso-, Ebay- und Facebookmeldungen aus; Das Ergebnis: Alleine im Zeitraum 26.12.2017 bis 04.01.2018 – also nur in der Zeit um den Jahreswechsel 2017/2018 – sind 658 Hunde entlaufen. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein!

Ich meine, das ist insgesamt betrachtet eine äußerst ungünstige Kosten-/Nutzenbilanz für ein paar Minuten Spaß an der Knallerei. Und die bösen Geister…? Lachen sich wahrscheinlich in`s Fäustchen! Viele Menschen glauben an das Motto “wie das neue Jahr beginnt, so wird das ganze Jahr”! Vielerorts hat sich deshalb der Brauch durchgesetzt, an Silvester ein symbolisches Geschenk zu machen, welches dem Beschenkten Glück bringen soll.

Frei nach Leo Tolstoi „Das Gute, welches Du Anderen tust, tust Du immer auch Dir selbst!“ erscheint es mir sinnvoll und zweckmäßig, das Geld für die Silvesterknallerei anderweitig zu verwenden. Warum nicht für eine gemeinnützige, karitative, soziale Organisation oder Einrichtung Ihrer Wahl spenden. Das Geld wird hier dringend gebraucht und ist gut angelegt, statt sich in Sekunden in Rauch und Gestank aufzulösen!

Eine Spende lässt sich von der Steuer absetzen und das schöne Gefühl etwas Gutes getan zu haben, bekommen Sie gratis dazu. Ausrangiert und Abgeschoben e.V. (AuA) setzt sich für Hunde in Not ein. Der Verein finanziert seine Arbeit ausschließlich durch Spenden und erhält keine Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln. Über die sinnvolle und erfolgreiche Arbeit von AuA können Sie sich ausführlich auf der Homepage oder in Facebook erkundigen. Ich spende für AuA! Wer macht mit?

 

Wenn ihr uns anderweitig unterstützen möchtet, dann ladet diesen Flyer herunter und verteilt ihn fleißig.

Download – Flyer Sylvester